Wir leben in einer individualistischen Gesellschaft. Oder? So zumindest hören und lesen wir es egal, wo wir nachschauen. Nur was heisst individualistische Gesellschaft? Dass wir ganz individuell diejenigen Stars auf Instagram ausfindig machen, welchen bereits Millionen  andere folgen? Dass wir unseren Speiseplan nach den Tipps der grossen Ernährungsgurus richten statt auf unseren eigenen Körper zu hören? Dass wir unsere Wohnung Marie-Kondo-mässig aufgeräumt halten, weil alle unsere Freunde das so machen. Und dass wir die Themen für wichtig halten und diskutieren, welche Politik und die Massenmedien auf die Agenda setzen.

Die Freiheit eines individuellen Lebens müsste doch eigentlich bedeuten, dass wir ganz genau das tun, was jeder für sich will und was dem jeweiligen Körper und der jeweiligen Seele gut tut. Interessanterweise scheinen wir nicht wirklich sicher zu sein, wie wir denn herausfinden können, was wir überhaupt wollen und brauchen.  Drum googeln wir es lieber, fragen bei Experten oder bei unseren Bekannten nach und konsultieren unzählige Selbsthilfe-Bücher. Woran liegt das wohl?

Wir befinden uns im Hirn-Knast

Bestimmt hast du auch schon gehört, dass wir nur 12 Prozent unserer Hirnkapazität nutzen. Und weißt du was? Es kommt noch viel schlimmer: Von all unseren Wissenszentren nutzen wir heutzutage fast ausschliesslich unseren Kopf. Fragen wir bei wichtigen Entscheidungen oder auch ganz Alltäglichem unser Herz, was es dazu meint? Oder versuchen wir in unserem Körper zu erspüren, ob uns heute Brot zum Abendessen gut tun würde? Eher nicht. Das ist sehr schade und trennt uns von der Möglichkeit herauszufinden, was wir wirklich, wirklich wollen.

Hast du gewusst, dass beim Fetus das Herz zu schlagen beginnt bevor das Hirn auch nur in ersten Ansätzen entwickelt ist? Das bedeutet zumindest, dass das Herz eine gewisse Lebensintelligenz in sich trägt. Manche sehen das Herz als Zentrum der Intuition an.  Vieles lässt sich (noch) nicht beweisen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass  sich unser Wissen nicht nur im Kopf befindet und wir die Lösungen zu Fragen und Problemen nicht hauptsächlich durch denken sondern durch fühlen finden.

Ein ganzheitliches Leben ist möglich aber nicht in der Komfortzone

Wenn du also dein individuell passendstes und somit schönstes Leben führen möchtest und mit möglichst wenig Aufwand viel Zufriedenheit in dein Leben bringen willst, dann lohnt es sich, dir alle deine Wissenszentren und wie sie operieren bewusst zu machen. Verfügst du über viel Ausdauer, Disziplin, ein gutes Körpergefühl und einen reichen inneren Dialog,  so kannst du das selbst entdecken. Ansonsten bietet sich die Arbeit mit einem Berater und Begleiter an, der oder die dir hilft, feine Impulse im Körper besser wahrnehmen und deuten zu lernen.

Und als Ansporn hier eine kleine Übung: Setze dich mit geradem Rücken, leicht angelehnt auf einen Stuhl hin, halte deine rechte Hand aufs Herz und stell dir vor, dass du in dein Herz atmest. Beim Einatmen gibst du deinem Herzen und deiner ganzen Brust viel Raum, beim Ausatmen sinkst du in die Entspannung wie in ein weiches Sofa. Tu das drei, vier Atemzüge lang. Du wirst feststellen, wie du sofort ruhiger bist, dein Puls langsamer wird, wie du innerlich klar wirst und sich dein gesamter Oberkörper warm und angenehm anfühlt.

Photo by Omer Salom on Unsplash

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