Stunden des sich Ärgerns, des Nörgelns, der kalten oder heissen Wut kannst du dir künftig sparen. Denn jede Unzufriedenheit, jede Wut und Frustration über deinen Partner ist immer zuerst ein Blick in den Spiegel. Die gute Nachricht dabei ist, dass du ab sofort viele deiner Frustrationen ändern kannst – indem du sie anhörst und dich fragst, was diese Frustration, die Verzweiflung, deine Wut über dich und dein Verhalten dir selbst gegenüber aussagen will.

Natürlich kannst du gewisse Verhaltensweisen anziehender oder weniger toll finden an deinem Partner, ja du kannst auch zum Schluss kommen, dass dein Liebster  oder deine Liebste doch nicht richtig ist für dich. Aber immer wenn du dich ereiferst, innerlich kochst, wütend und frustriert wirst, hast du es letztlich mit etwas zu tun, das in dir selbst stattfindet.

Der Blick in den Spiegel: Was gibst du dir selbst nicht?

Du bist zum Beispiel enttäuscht, dass sich dein Partner zu wenig liebevoll um dich kümmert, wenn du krank im Bett liegst. Natürlich wäre es schön, er würde Tee kochen, eine Wärmeflasche bringen und Hühnersuppe zubereiten. Und das kannst du ihm auch so sagen. Aber wenn du darüber richtig betrübt bist, dann heisst das vermutlich, dass du dir selbst zu wenig liebevolle Zuwendung schenkst, dass du mit dir zu hart umgehst, dir keine Ruhepause gönnst. Und nun erwartest du unbewusst, dass dein Partner dieses Defizit ausbügelt.

Oder deine Partnerin ist nie mit etwas zufrieden, das du machst. Du empfindest ihre Art als nörgelnd und herablassend und ärgerst dich immer wieder intensiv darüber. Dann höre deinem inneren Dialog über dich selbst gut zu. Bist du selbst mit dir zufrieden? Sagst du dir selbst, dass du etwas gut gemacht hast oder erwartest du insgeheim eine Bestätigung deiner Partnerin, die du dir selbst vorenthältst sozusagen als externe Legitimation und Würdigung?

Wählst du den einfachen oder den erfüllenden Weg?

Den Partner für seine Unzufriedenheit verantwortlich zu machen ist zwar einfach und deshalb auch verlockend, doch letztlich schiebt man so die Verantwortung ab und verpasst die wichtigste Entwicklungsmöglichkeit überhaupt.

Drum wenn du das nächste Mal den Impuls verspürst über deine Partnerin zu stänkern oder deiner Wut über ihr Verhalten freien Lauf zu lassen, halte inne und frage dich, was du dir selbst versagst. Du kannst damit dir selbst viel Liebe und Sicherheit geben im Leben und erleichterst dein Partner gleichzeitig von einem enormen Druck, was sich wiederum positiv auf die Beziehung auswirken wird.

Photo by Ryan Holloway on Unsplash

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