Rast auch deine Zeit zu schnell? So verlangsamst du sie

In den letzten zwei Wochen war ich in den Ferien in den Abruzzen. Es war herrlich. Und weil die Zeit gerade in den Ferien zu rasen scheint, habe ich mir dieses Jahr vorgenommen, Strategien zur Verlangsamung der Zeit zu testen. Und wisst ihr was? Es gibt welche, die tatsächlich funktionieren – und nicht nur in den Ferien. Gespannt, welche das sind? Ich verrate es euch gerne:

 

  1. Sorge für Abwechslung aber bitte ohne Hektik:

Wenn ein Tag dem anderen gleicht, dann erscheint die Zeit kürzer zu sein, als sie tatsächlich ist. Drum ist es auch in Strandferien gut, etwas Abwechslung in den Tag zu bringen. Vielleicht gehst du mal an einen Naturstrand und mal an eine Rambazamba-Beach mit Musik und Gummitieren. Oder du gehst einmal am morgen früh an den Strand für einen ausgedehnten Spaziergang und suchst dir für den Nachmittag ein kühles Plätzchen unter einem Baum in einem Park. Dasselbe gilt für den Arbeitsalltag: Selbst beim eintönigsten Job hast du Möglichkeiten, deinen Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Gönn dir auf dem Weg zur Arbeit deine erste Pause und geniesse irgendwo einen Kaffee in der Morgensonne.

 

  1. Da sein, wo du bist:

Am schnellsten rast die Zeit an uns vorbei, wenn wir in unseren Gedanken schweben ohne unseren Körper oder unsere Umgebung intensiv wahrzunehmen. Wirke dem entgegen und sei besorgt ganz intim verbunden zu sein mit dem jeweiligen Moment. Wie du das schaffst? Was sehr gut wirkt ist, wenn du innerlich benennst, was für Gedanken dir durch den Kopf gehen oder welche Körperempfindungen du spürst. Zum Beispiel beim Essen: Nimm bewusst einen Bissen Nudeln und analysiere die Texturen und Geschmäcker, die du wahrnimmst. „Buttrig“, „buttrig“, „weich“, „weich“, „leicht salzig“. Beobachte auch, wie sich der Geschmack im Verlauf des Essens verändert und wie du deine Sättigung spürst: „Leichter Druck in der Magengegend“, „Wärme im Bauch“. Dieses Vorgehen kannst du auch bei der Gedanken- oder Gefühlsbeobachtung einsetzen. Es sorgt dafür, dass du ganz präsent wirst für deine Erfahrung und weniger schnell übermannt wirst von Gefühlen.

 

  1. Gönn dir eine Pause vom Smartphone/Tablet/Computer/TV

Der grösste Zeitvampir sind unsere täglichen elektronischen Begleiter. Jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass er nur mal eben eine E-mail checken wollte und schwups ist eine halbe Stunde um und statt bei der E-mail bist du bei Instagram gelandet. Es wird immer wieder propagiert und zwar zu recht: Gönne dir Tage an denen du deine elektronischen Geräte ausgeschaltet lässt. Du wirst sehen, wie viel ruhiger du sofort wirst und wie viel mehr Zeit du an diesen Tagen plötzlich hast. Elektronische Hilfsmittel sind grandios in vielerlei Hinsicht. Aber sie haben eine enorm verführerische Wirkung, da deren Gebrauch unser Belohnungszentrum im Hirn anspricht, ähnlich wie beim Verzehr von Schokolade, beim Rauchen von Zigaretten und so weiter. Zudem sprechen die Hilfsmittel ausschliesslich unser Hirn an, während das Körpergefühl aussen vor bleibt und unser Zeiterlebnis ausgeschaltet wird.

 

  1. Wenn du wenig Zeit hast, erledige die Dinge langsam

An randvollen Tagen die gespickt sind von Meetings und Aufgaben, zieht die Zeit besonders schnell an uns vorbei. Wir tendieren dazu, an solchen Tagen zusätzlich zu hetzen in der Absicht „Zeit herauszuholen“. Doch das Gegenteil ist der Fall, oftmals führt die Hetze dazu, dass wir uns noch gestresster fühlen und den Tag nicht mehr bewusst wahrnehmen. Da ist es gut, kleine Dinge ganz bewusst langsam zu erledigen. Vielleicht machst du dir einen Tee und zelebrierst diese fünf Minuten in aller Ruhe und Gelassenheit. Dies führt dazu, dass du die Zeit bewusster wahrnimmst und das Gefühl erhältst, mehr davon zu haben.

 

  1. Den Genussfaktor steigern

Zeit dehnt sich zudem aus, wenn es uns gelingt, den bewussten Genuss zu steigern. Wenn du in den Ferien einen beeindruckenden Sonnenuntergang geniesst, hilft es, den Moment bewusst wahrzunehmen, die Luft bewusst einzuatmen, die Farben auf dich wirken zu lassen. Dann ist es aber auch sehr hilfreich, einen kurzen Blick in die Vergangenheit zu machen. Wie sehr hast du auf diese Ferien hingefiebert und hart dafür gearbeitet. Und der Blick in die Zukunft steigert den Genuss ebenfalls: Stell dir vor, wie du eines Tages auf diesen Moment zurückblicken wirst voll Dankbarkeit, dass du das erleben und sehen durftest.

 

Probiere diese Schritte aus und verrate uns, welcher für dich am hilfreichsten war. Und vielleicht kennst du ja auch noch andere Tricks zum Verlangsamen der Zeit.

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